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Koralmtunnel - Baulos KAT 2

Der Koralmtunnel befindet sich zwischen Graz und Klagenfurt und ist ein wesentlicher Teilabschnitt der Zugverbindung zwischen Nordost Europa und dem Mittelmeerraum (Baltisch-Adriatischen Achse).

Projekt:

Der Koralmtunnel besteht aus 3 Baulosen: KAT1 (Bauzeit: 2009-2012; Bauloslänge: ca. 2,5 km); KAT2 (Baubeginn: 2011, Bauloslänge: ca. 20 km) und KAT3 (Baubeginn: 2014, Bauloslänge: ca. 10,4 km). Die Gesamtlänge des Tunnels beträgt ca. 32,9 km. Die maximale Überlagerung liegt bei ca. 1200 m.

Der Tunnel durchörtert das Kristallin der Koralpe, sowie die neogenen Ablagerungen des Lavanttaler Beckens und des Weststeirischen Beckens.

Der Bauabschnitt KAT2 umfasst zwei Röhren mit einer Länge von ca. 17,5 km (Nordröhre) bzw. 19,7 km (Südröhre).
Der Zugang zu den Tunnelvortrieben sowie die gesamte logistische Versorgen erfolgt über zwei überschnittene Bauschächten mit einem Durchmesser von je 20 m und einer Tiefe von 60 m. Dieser Brillenschacht wurde im Zeitraum von Februar bis Juli 2011 errichtet. Zur Belüftung, sowie zum Personentransport wird der Zugangsschacht des Erkundungstunnels Leibenfeld verwendet.

Der östliche Teilabschnitt der beiden Hauptröhren wurde in neogenen Sedimenten des Weststeirischen Beckens und in den östlichen Randbereichen des Koralmkristallins mittels NÖT aufgefahren. Dieser Bereich umfasst 1,8 km (Nordröhre) bzw. 2,5 km (Südröhre).
Die Baulosgrenze Richtung Osten stellt der Durchschlag zum Baulos KAT1 dar (erfolgte im Mai bzw. August 2012).
Vom Bauschacht Richtung Westen wurde nach ca. 1 km (Nordröhre) bzw. 1,8 km (Südröhre) im Kristallin jeweils eine Montagekaverne für die TVM-DS mit einem Ausbruchsprofil von 380 m² errichtet.

Der Großteil des Kristallins wird mit einer TVM (Doppelschildmaschine von Aker Wirth; Durchmesser ca. 10 m) aufgefahren. Dieser Bauabschnitt umfasst eine Länge von 15,7 km (Nordröhre) und 17,2 km (Südröhre) und wird mittels Tübbingen, bereichsweise in Kombination mit einer Innenschale ausgebaut.
Die zwei Hauptröhren besitzen einen Achsenabstand von ca. 25 - 50 m und werden mit 39 Querschlägen (alle 500m) miteinander verbunden. In der Mitte des Tunnels wird eine Nothaltestelle (Länge: ca. 950 m) mit Fluchtstollen errichtet.

Das Ausbruchsmaterial wird in Materialklassen eingeteilt und je nach Beschaffenheit auf Deponien befördert oder per Bahn verführt. Geeignetes Material wird direkt auf der Baustelleinrichtungsfläche zur Gewinnung von Gesteinskörnungen aufbereitet.

Leistungen von 3G:

  • Örtliche Bauaufsicht
  • Ingenieur- und hydrogeologische Dokumentation
  • Betreuung und Auswertung systematischer Vorauserkundungen mittels Drehschlagbohrungen und Geophysik (TSWD), Erstellung von geologischenhydrogeologischen Vortriebsprognose bis ca. 150 m voraus
  • Beratende Funktion bzgl. Vortriebskonzept, Aufbereitung des Ausbruchsmaterials und Nachtragsbearbeitungen

Ort: Deutschlandsberg - Steiermark, Österreich

Bearbeitungszeitraum: Seit 2010

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